Easy Fotografieren - Online Fotokurs für Anfänger
von kursratgeber
Komplettprogramm für Einsteiger mit 25 Trainings-Videos, Schritt-für-Schritt Anleitungen, Tipps & Tricks aus über 15 Jahren Erfahrung und spannende Praxisübungen.
Kursratgeber-Redaktion · 4 Minuten Lesezeit · Veröffentlicht am 8.11.2026
Was verändert sich, wenn du den Standort wechselst, das Licht beobachtest oder einen anderen Ausschnitt wählst? Mit einer kleinen Fotoserie erkundest du die Möglichkeiten deiner vorhandenen Kamera und sammelst konkrete Fragen für den nächsten Lernschritt.
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Du siehst ein Motiv, machst ein Foto und stellst später fest: Auf dem Bild wirkt es anders als vor Ort. Bevor du nach einer neuen Kamera suchst, kannst du untersuchen, was du mit Standort, Licht und Bildausschnitt verändern kannst. Dafür eignet sich auch ein vorhandenes Smartphone oder eine Kamera, die du bereits besitzt.
Wähle für die folgenden Versuche einen unbewegten Gegenstand, etwa eine Pflanze, eine Tasse oder einen kleinen Gegenstand auf dem Schreibtisch. So kannst du mehrere Aufnahmen direkt miteinander vergleichen.
Überlege vor der ersten Aufnahme, was auf dem Bild auffallen soll. Möchtest du die Form des Gegenstands zeigen, eine bestimmte Farbe oder ein Detail? Dieser Schwerpunkt hilft dir bei der Auswahl des Ausschnitts.
Mach zunächst eine Aufnahme aus deiner gewohnten Position. Betrachte anschließend die Bildränder: Welche Gegenstände sind zusätzlich zu sehen? Gibt es etwas, das deine Aufmerksamkeit vom Motiv wegzieht? Verändere eine Sache und fotografiere erneut.
Bewahre beide Bilder auf. Notiere, was du verändert hast und welche Wirkung du bevorzugst. Dadurch erhältst du eine konkrete Beobachtung, mit der du weiterarbeiten kannst.
Fotografiere dasselbe Motiv aus verschiedenen Höhen und Richtungen. Geh für einen Versuch etwas näher heran und für einen anderen auf Abstand. Achte auf den Hintergrund und darauf, welche Teile des Gegenstands sichtbar werden.
Die Canon Academy erläutert an Landschaftsbeispielen, wie sich unterschiedliche Kamerahöhen und Bildaufteilungen für die Gestaltung einsetzen lassen. Du kannst diese Fragen auch bei deinem kleinen Motiv untersuchen: Was sehe ich aus dieser Position? Welche Flächen überschneiden sich? Wo entsteht für mich ein nachvollziehbarer Bildaufbau?
Wähle danach zwei deutlich unterschiedliche Ansichten aus. Versuche, ihre Wirkung in jeweils einem Satz zu beschreiben. Das macht deine Entscheidung konkreter als ein allgemeines „Dieses Bild gefällt mir besser“.
Stelle dein Motiv an eine Stelle mit Tageslicht und ändere seine Ausrichtung zum Fenster. Fotografiere es von derselben Kameraposition aus. Prüfe, wo helle Flächen, Schatten und Spiegelungen sichtbar werden.
Wenn du einen zweiten Versuch zu einer anderen Tageszeit machst, halte möglichst viele andere Bedingungen gleich. Du kannst dann genauer betrachten, was sich durch das Licht verändert hat. Die Kameraautomatik kann dabei ebenfalls anders reagieren; bewahre die Dateien zum Vergleichen auf.
Ergänzende Grundlagen zu Licht, Perspektive und Bildaufbau findest du in den Lernangeboten der Canon Academy. Herstellerunterlagen zu deinem eigenen Gerät helfen dir zusätzlich, die verfügbaren Einstellungen zu finden.
Probiere eine Aufnahme mit viel Umgebung und eine engere Ansicht. Verschiebe das Hauptmotiv innerhalb des Bildes und prüfe, welche freien Flächen entstehen. Wenn dein Gerät Gitternetzlinien anbietet, kannst du sie zur Orientierung einblenden.
Behandle solche Hilfslinien als Möglichkeit zum Experimentieren. Entscheidend ist, welchen Ausschnitt du für deine Bildidee wählen möchtest. Für einen Vergleich könntest du drei Varianten nebeneinanderlegen: mittig, seitlich und mit angeschnittenem Detail.
Prüfe die Aufnahme auch im vorgesehenen Format. Ein Hochformat für eine bestimmte Verwendung kann einen anderen Ausschnitt brauchen als ein breites Bild auf einer Website. Das kannst du bereits beim Fotografieren berücksichtigen.
Die folgende Serie ist ein Vorschlag für fünf eigene Aufgaben. Nimm dir pro Aufgabe ein Motiv vor und ändere jeweils nur wenige Dinge.
| Aufgabe | Was du vergleichst |
|---|---|
| Ein Gegenstand, drei Standorte | Ansicht und Verhältnis zum Hintergrund. |
| Ein Motiv, zwei Lichtpositionen | Helle Flächen, Schatten und Spiegelungen. |
| Weit und nah | Bedeutung der Umgebung und sichtbare Details. |
| Hoch und quer | Unterschiedliche Aufteilungen desselben Motivs. |
| Drei ausgewählte Bilder | Welche gestalterische Entscheidung ist jeweils erkennbar? |
Lege einen Ordner für die Serie an. Behalte auch Bilder, die nicht wie geplant wirken. Sie helfen dir dabei, Fragen zu formulieren und Ursachen zu untersuchen.
Notiere bei unbefriedigenden Aufnahmen möglichst genau, was dich stört. Ist der Hintergrund unruhig? Ist das gewünschte Detail nicht erkennbar? Wird eine Aufnahme bei wenig Licht anders, als du sie erwartet hast?
Untersuche zuerst deine vorhandenen Möglichkeiten und die Bedienung des Geräts. Eine Lehrperson kann dir helfen, gestalterische Entscheidungen, Einstellungen und tatsächliche technische Grenzen auseinanderzuhalten.
Wenn du später eine Anschaffung erwägst, kannst du sie an einem konkreten Bedarf prüfen: Welche Aufgabe möchtest du damit lösen, die deine aktuelle Ausstattung unter den geplanten Bedingungen nicht abdeckt? Ohne diese Frage bleibt ein Vergleich vieler technischer Angaben schnell unübersichtlich.
Ein Fotokurs sollte zu deinem Gerät, deinen Vorkenntnissen und deinen Motiven passen. Prüfe, ob eigene Aufgaben vorgesehen sind und ob du Rückmeldung zu deinen Bildern bekommen kannst. Bei einem Kurs zur Kamerabedienung ist außerdem wichtig, welche Systeme und Modelle behandelt werden.
Im Bereich Fotografie findest du Kursangebote für unterschiedliche Schwerpunkte. Nimm deine Übungsserie und die offenen Fragen als Ausgangspunkt für die Auswahl. Ergänzend hilft dir unsere Checkliste zur Kurswahl.